Montag, 21. März 2011

Vladimir Tod hat Blut geleckt (#1) - Achtung, bissiger Teenie!

"Mein Name ist Vladimir Tod und ich bin ein Vampir. Es ist nicht einfach, eine blutsaugende Kreatur der Nacht zu sein, wisst ihr? Wenn ich mal den Sunblocker vergesse, laufe ich gleich Gefahr, in Flammen aufzugehen. Wenn ich mich konzentriere, kann ich ein bisschen schweben, und manchmal kann ich die Gedanken anderer Leute lesen. Aber im Großen und Ganzen steht man als Vampir nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens."


Was für die anderen Schüler in seiner Klasse nur ein fiktiver Aufsatz über ein Fabelwesen sein soll, ist für den dreizehnjährigen Vlad alles andere als Fiktion. Als Sohn einer menschlichen Frau und eines Vampirs gehört er selbst zu den mystischen Gestalten, die sie gerade im Unterricht behandeln. Wenn er sich aufregt, fährt er seine Reißzähne aus, sein Mittagessen besteht aus einer Blutkonserve und er hat übernatürliche Fähigkeiten. Leider macht ihm das sein Teenieleben trotzdem nicht leichter. Als eher schmächtiger, blasser Junge haben ihn die Rowdys der Schule auf dem Kieker und ausgerechnet das Mädchen, in das Vlad sich verliebt hat, scheint auf seinen besten Freund Henry zu stehen. Doch so richtig in Gefahr gerät er erst, als sein Lehrer spurlos verschwindet und ein neuer Vertretungslehrer seinen Platz einnimmt. Mr. Otis scheint mehr über seine geheime Identität zu wissen, als ihm lieb ist. Könnte dieser mysteriöse Mann vielleicht der Mörder seiner Eltern sein, die vor drei Jahren bei einem Brand ums Leben gekommen sind?

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Meine Meinung

Mein erster Gedanke, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war: Endlich! Endlich mal eine Vampirgeschichte, die nicht von einem verliebten, hormonstrotzenden Mädchen erzählt wird, und in der der Vampirismus nicht nur eine dekorative Funktion mit zahmem Beigeschmack zu haben scheint. 

Vladimirs Geschichte ist erfrischend anders. Seit seine Eltern vor drei Jahren gestorben sind, lebt er bei seiner Tante, die sich liebevoll um den Halbvampir kümmert. Als Krankenschwester versorgt sie ihn regelmäßig mit Blutkonserven und bestückt sein Mittagessen mit kleinen unauffälligen Blutkapseln, damit seine Mitschüler nichts bemerken. Doch trotz ihrer Unterstützung und der seines besten Freundes Henry, der auch von seinem Geheimnis weiß, fühlt er sich oft allein und hilflos.Schließlich scheint es außer ihm keine Vampire zu geben und sein Vater, der ihm alles hätte erklären können, lebt nicht mehr.

Vlads Geschichte liest sich in einem Rutsch weg. Liebevoll gezeichnete Charaktere, ein selbstironischer Held und eine interessante Handlung haben mich die knapp 200 Seiten regelrecht verschlingen lassen. Vlad kämpft nicht nur mit den Schwierigkeiten, die sein Vampirismus aufwerfen, sondern auch mit den ganz normalen Problemen eines Teenagers, z.B. wie man ein Mädchen zum Schulball einlädt oder das frühe Aufstehen für die Schule, was nicht gerade einfach ist, wenn man eher ein Nachtmensch ist. :-)
 
Obwohl Vlad im Verlauf dieses Buches von einem mysteriösen Mann bedroht wird, der alles daran zu setzen scheint, ihn zu finden und dafür auch über Leichen geht, kam bei mir trotzdem keine richtige Gruselstimmung auf, dazu war die Geschichte dann doch zu simpel geschildert und vermutlich einfach für eine jüngeres Publikum gedacht. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte ruhig noch etwas düsterer sein können, aber vielleicht wird es ja wie bei Harry Potter: es beginnt alles harmlos und lieb und endet mit einer immer dunkleren Handlung und vielen Toten. Ich hoffe trotzdem, dass sich die Autorin ihren flapsigen Erzählstil beibehält, denn gerade der lässt Vlad so sympathisch und normal erscheinen.
Bisher sind 5 Bände geplant, in denen Vlad sicherlich noch mit einigen Problemen zu kämpfen haben wird. Nicht zuletzt mit dem Erwachsenwerden.

Mein Fazit: Die Geschichten um Vladimir Tod bieten erfrischend andere Vampirunterhaltung für Jungen und Mädchen, fernab von Liebesschmalz und Vampirromantik. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Teil.


Vladimir Tod hat Blut geleckt - Heather Brewer
Broschiert: 205 Seiten
Verlag: Loewe Verlag (28. Februar 2011)
ISBN-10: 3785570279

Preis: 7,95 Euro

Willis Fazit:






Kommentare:

  1. Habe hier Schokolade für den Guten Zweck für dich
    http://lesegenuss.blogspot.com/2011/03/bloggeraktion-myswisschocolatech-fur.html

    LG HANNE

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  2. Mich hat das Buch auch nicht umgehauen. Ganz nett, aber halt zu simpel und eher für Jüngere. Gut, dass du den nächsten Band liest, dann warte ich mal ab, ob du von einer Harry Potter ähnlichen Entwicklung berichten wirst :)

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  3. Hab dich auch mit Schokolade beschenkt:
    http://bluenaversum.blogspot.com/2011/03/blog-aktion-schokolade-fur-japan.html

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