Samstag, 28. Mai 2011

Wörterbuch der österreichischen Alltagssprache

"Bam Oida!" Warum sollte man mit der Verwendung des Wortes "pudern" in Österreich lieber vorsichtig sein, wenn man nicht lüstern angelächelt werden will? Was bekommt man im Restaurant, wenn man einen "Bröselfetzen" bestellt? Und wie sollte man am besten reagieren, wenn man als "Alleebrunzer" bezeichnet wird?

Heute stelle ich euch mal was ganz anderes vor: ein Wörterbuch. Ich fahre nämlich in ein paar Tagen in den Urlaub, und unsere Tour führt uns über Österreich, Italien und zurück in den Schwarzwald. Passenderweise bekam ich vor einer Weile die Anfrage, ob ich das "Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs" besprechen möchte. Na klar möchte ich, denn so kann ich mich neben italienischen Wortbrocken auch gleich noch mit der österreichische Mundart etwas vertrauter machen. Und so auch sehen, wie groß die Sprachunterschiede zwischen Deutschen und Österreichern eigentlich sind, wo wir doch prinzipiell dieselbe Sprache sprechen. Dieses Wörterbuch gibt mir einen kleinen Einblick in die Eigenheiten.

Das Buch soll Sprachinteressierte nicht nur zum Nachschlagen, sondern auch zum Schmökern einladen und liefert Begriffe aus der österreichischen Standardsprache, Umgangssprache und Mundart. Wird ein Wort dagegen gesamtdeutsch verwendet, hat es hier drin nichts zu suchen. Diese klare Trennung fällt natürlich nicht immer leicht, aber ich als Deutsche konnte nur sehr wenige Worte entdecken, die auch ich benutze. Die Wortauswahl ist dabei subjektiv vom Autorenteam gefällt worden und liefert daher keine vollständige Erfassung des österreichischen Wortschatzes. 


Mittwoch, 25. Mai 2011

Das Graveyard Buch - ein All-Ager, aber trotzdem nicht so ganz meins


"Schließlich bist du Ehrenbürger des Friedhofs", sagte Silas. "Also sorgt der Friedhof für dich. Da du hier lebst, kannst du in der Dunkelheit sehen. Du kannst dich auf eine Weise fortbewegen, die den übrigen Lebenden nicht gegeben ist. Sie übersehen dich, ihre Augen gleiten von dir ab."  

Der junge Bod, kurz für Nobody, ist gerde mal ein kleines Baby, als ein Mann namens Jack versucht, ihn und seine Familie umzubringen. Doch Bod kann auf den nahegelegenen Friedhof fliehen, wo ihn das Geisterehepaar Owens aufnimmt und beschützt. So wurde Bod zum Ehrenbürger des Friedhofs und wächst zwischen Grabsteinen auf, steht erst nach Sonnenuntergang auf und erhält Schulunterricht von Wesen, die schon lange tot sind. Sie bringen ihm bei, warum man sich vor Ghulen unbedingt in Acht nehmen muss, wie man sich unsichtbar machen kann oder Leute in ihren Träumen heimsucht. Doch Bod weiß, dass er irgendwann auch das Leben außerhalb des Friedhofes kennenlernen muss, doch besonders sein Vormund Silas hält überhaupt nichts davon, dass Bod gehen könnte. Denn der Mörder seiner Familie treibt sich immer noch da draußen herum und sucht nach ihm...



Aufgrund der unheimlich vielen begeisterten Rezensionen habe ich schon lange mit diesem Buch geliebäugelt und nun auch endlich gelesen. Und ich muss sagen, nach so vielen Höchstbewertungen traue ich mich fast gar nicht, keine begeisterte Rezi zu schreiben. Aber ich will bei der Wahrheit bleiben, und die ist nun mal, dass ich das Buch zwar recht gerne gelesen habe, fesseln und begeistern konnte es mich aber nicht.


Sonntag, 22. Mai 2011

Fräuleinwunder - Alice Schwarzer lässt grüßen

"Hier und da hat sich in den letzten Jahren mal was ergeben, aber nie auf Dauer. Weil ich es nämlich nicht einsehe, um irgendeinen Mann herumzuscharwenzeln. Ich habe meine eigenen Wohnung, mein eigenes Einkommen, mein eigenes Leben, und das wird sich auch nicht ändern." 

Falsch gedacht, liebe Cosima! Einen Tag nach ihrem 44. Geburtstag landet sie nämlich dank einer missglückten Wahrsagersitzung im Jahr 1954, der Zeit des spießigen Hausfrauen-Daseins, in der die Frauen nur fürs Kinderkriegen und kochen verantwortlich sind. Ohne Mann geht hier gar nichts, eine Frau darf keiner Arbeit nachgehen ohne die Erlaubnis ihres Gatten, darf keine Verträge unterschreiben und alleinstehende Frauen werden gar nicht gern gesehen, egal wo sie auch hingehen. Und ausgerechnet hier landet Cosima, eine gestandene Emanze, die sich von niemandem die Butter vom Brot nehmen lässt? Am liebsten würde sie sofort wieder zurück ins Jahr 2010, doch leider hat die Wahrsagerin den Rückhol-Code verloren. So erlebt Cosima zwangsweise den Alltag einer Frau von 1954 und ist empört darüber, wie die Frauen behandelt werden. Es muss etwas getan werden! Sie nimmt den Kampf auf gegen die Unterdrückung der Frauen; doch werden ihr ihre wachsenden Gefühle für Paul einen Strich durch die Rechnung machen?

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Das wird ein Spaß werden, war mein erster Gedanke, als ich mit dem Buch begonnen habe. Ein bisschen locker-leichte Chick-Lit für zwischendurch. Schon bald nach Beginn war ich aber weniger amüsiert als fürchterlich aufgebracht. Normalerweise bin ich keine große Verfechterin der Emanzipation, aber was sich die Frauen in den 50er Jahren alles gefallen lassen mussten, fand ich echt schockierend. Trotz Gleichberechtigungsgesetz werden die Frauen hier wie der letzte Dreck behandelt oder einfach mit "Frauengold" ruhig gestellt, falls sie zu aufmüpfig werden (siehe Werbespot: KLICK).


Freitag, 20. Mai 2011

Totenmädchen - Die besten Geschichten schreibt das wahre Leben

„Ich erinnere mich daran, wo ich Reverend Coxeter das letzte Mal sah: Es war nicht in der Kirche, sondern in einem kalten und grauen Hof, bei eisigem Regen. Er flehte Gott an, Mitleid mit mir zu haben, meine Seele aufzunehmen und mich rasch ins Paradies einzulassen. Hinter ihm standen eine Menschenmenge, ein riesiges hölzernes Schafott, von dem ein schweres, geknotetes Seil herabhing, und ein Mann mit einer schwarzen Haube. Und sie alle warteten auf mich, denn ich... ich sollte gehängt werden."
 
Anne Green ist eine einfache Bedienstete im Haus der reichen Familie Reade. Als der Erbe Geoffrey Reade sie bedrängt, mit ihm zu schlafen unter dem Versprechen, dass er sie zu seiner Ehefrau machen wolle, sobald das Erbe ihm gehört, lässt sie sich törichterweise mit ihm ein – und wird schwanger. Doch Geoffrey bestreitet, der Kindesvater zu sein und lässt Anne im Stich, deren Kind viel zu früh als Totgeburt auf die Welt kommt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird sie anschließend verdächtigt, ihr Kind ermordet zu haben, um ihre Affäre zu verheimlichen, und zum Tode verurteilt.
Nur Stunden nach ihrer Hinrichtung liegt sie auf dem Seziertisch der Mediziner und ein junger Student wagt seinen Augen kaum zu trauen. Annes Augenlieder bewegen sich; lebt sie etwa noch?


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Kann ein Buch, dessen Ausgang man von vornherein kennt, noch spannend sein? Mary Hooper beweist es: ja, das geht! In „Totenmädchen“ erzählt sie die Geschichte von Anne Green, einem sechzehnjährigen Mädchen, welches 1650 tatsächlich gelebt und zum Tode durch den Strang verurteilt wurde, weil sie ihr neugeborenes Kind ermordet haben soll. Anne beteuerte bis zum Schluss ihre Unschuld und flehte Gott an, dass Er die gegen sie erhobenen Anschuldigungen entkräften möge. Doch dem Strick konnte sie nicht entkommen. Nach ihrer Hinrichtung wurde ihr Körper Medizinern zur Sezierung übergeben. 


Donnerstag, 19. Mai 2011

Neuzugänge im Mai #2

Nachdem ich in letzter Zeit einige Bücher bei eBay losgeworden bin, dachte ich mir, dass ich mir doch wieder einmal Bücher leisten kann, nachdem ich schon echt lange nix mehr gekauft habe. Neu bei mir eingetroffen sind:




Himmel und Hölle - Malorie Blackman
Sephie ist eine Alpha, Callum ein Zero, ein Mitglied der untersten Klasse. Die Standesunterschiede verbieten es ihnen, zusammenzusein. Denn Sephie ist Schwarz und Callum Weiss.
Rassismus mal umgekehrt. Ich bin gespannt auf diese verdrehte Gesellschaft, denn die Kritiken sind allesamt begeistert.

Fräuleinwunder - Pia Osterwald
Das habe ich im Rahmen einer lovelybooks-Leserunde gewonnen. Eine emanzipierte Frau von heute wird in die 50er Jahre zurückversetzt und muss dort erstmal damit klarkommen, dass sie ohne männliche Erlaubnis nicht mal arbeiten gehen darf. Doch ausgerechnet in dieser Zeit findet sie ihren Traummann.

The Declaration - Gemma Malley
Ein Medikament hat den Menschen den lang gehegten Traum von der Unsterblichkeit erfüllt. Doch dafür müssen die Unsterblichen darauf verzichten, Kinder zu kriegen. Anna ist eines dieser Kinder, die gar nicht existieren dürften und muss dafür büßen - bis sie auf Peter trifft, der ihr ein Leben außerhalb der strengen Regeln zeigt.

The Knive of never letting go - Patrick Ness
Todd lebt in einer Stadt, wo es nur Männer gibt. Jeder kann die Gedanken des anderen lesen, doch irgendetwas verbergen die Männer vor ihm. Warum sind alle so ängstlich, je näher sein Geburtstag rückt, an dem er auch endlich zum Mann erklärt wird?

Perfect Chemistry - Simone Elkeles
Nachdem ihr nun alle so von diesem Buch geschwärmt habt, hab ich es mir auch endlich gekauft. Ich bin gespannt, wie mir die Highschool-Romanze gefallen wird.

Und was haltet ihr von meinen neuen Schätzen? Ich weiß gar nicht, welches ich zuerst lesen soll :-)

Montag, 16. Mai 2011

Carmilla, die Vampirin - Der Ursprung der Blutsauger

„Carmilla hing mehr denn je an mir, und ihre merkwürdigen Aufwallungen glutvoller Zuneigung wurden immer häufiger. Je mehr meine körperliche und seelische Kraft schwand, desto leidenschaftlicher schien sie sich an mich zu klammern. Mich erschreckten diese Anfälle immer; sie waren wie ein Aufflackern von Wahnsinn.“

Die hübsche Laura bewohnt mit ihrem Vater und wenigen Bediensteten das prunkvolle, aber abgelegene Schloss in der idyllischen Steiermark. Das Leben ist beschaulich bis eines Nachts eine wundersame junge Frau ins Leben der Schlossbewohner tritt. Niemand weiß, wer die schöne Carmilla ist; sie selbst muss sich auf Geheiß ihrer Mutter in Schweigen hüllen. Schnell wächst zwischen den jungen Frauen eine tiefe Freundschaft, deren wahre Natur jedoch vorerst im Verborgenen bleibt. Erst als Laura von einer mysteriösen Mattigkeit heimgesucht und von Tag zu Tag schwächer wird, sucht ihr Vater verzweifelt nach den Gründen und kommt ungewollt der dunklen Vergangenheit Carmillas auf die Spur.

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Es gab mal eine Zeit, da waren Vampire nicht muskelbepackte, sexy Typen in Lederklamotten, denen man die Halsschlagader nur zu gerne anbieten will, sondern unheimliche Spukgestalten, die Anfang des 20. Jahrhunderts als Vorlage für Schauergeschichten dienten, die es für die damalige Zeit richtig in sich hatten. Aus dieser Zeit stammt Le Fanu's Werk "Carmilla, die Vampirin", ein Vorreiter der Vampirliteratur aus dem Jahr 1872, der selbst Bram Stoker beeinflusst hat, dessen berühmter "Dracula" erst Jahre später erschien.


Samstag, 14. Mai 2011

Es ist Gratis-Comic-Tag 2011!

Ich weiß nicht, ob ihr es mitbekommen habt, aber heute ist der Gratis Comic-Tag 2011!
In zahlreichen deutschen Städten, aber auch in Österreich und der Schweiz werden heute gratis Comics ausgeteilt. Insgesamt sind es 40 Stück aus 28 unterschiedlichen Verlagen, die jedes erdenkliche Genre umfassen.

Da es in Berlin auch zahlreiche Läden gibt, die teilnehmen, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen und hab mich auch auf die Jagd nach den Gratis-Comics begeben.
Als ich im ersten Laden ankam, erwartete mich schon eine lange Schlange und ich hab schon schwarz gesehen, meine Lieblingscomics noch abzubekommen. Aber ich hab doch fast alles auf meiner Wunschliste bekommen. Hier ist meine Ausbeute:


Neben Gratis-Comics finden auch noch einige andere Aktionen wie Signierstunden statt, aber dafür bin ich einfach noch zu neu im Comic-Bereich, als dass mich da was von reizen würde. Auf der Internetseite zum Gratis Comic-Tag könnt ihr euch erkundigen, ob auch in eurer Nähe teilnehmende Läden sind, in denen ihr euch den einen oder anderen Comic sichern könnt.

Seelenhüter - Ganz anders als erwartet

Hallo meine Lieben, wow, die Reaktionen zu meinem letzten Post zeigen, dass euch das Thema scheinbar genauso unter den Nägeln gebrannt hat wie mir. Meine Rezi ist natürlich nicht wieder aufgetaucht, aber ich habe diesmal in Word vorgeschrieben und daher ist kein nennenswerter Schaden entstanden, nur eure Kommentare sind leider weg. Ich hoffe, ihr schreibt mir einfach nochmal was nettes drunter :-) Hier also Versuch #2:


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"Ich will sterben", flüsterte der Junge.
"Nicht", flüsterte Calder dem Jungen zu. Der Seelenhüter lehnte sich dicht zu ihm.  "Sie will, dass du lebst." Zuerst bemerkte er nicht, worum er da bat.
Der Schlüssel an seiner Brust vibrierte leise warnend, doch er ignorierte es. "Lebe für sie", flüsterte er, und die Luft peitschte um ihn herum.


Calder ist ein Seelenhüter, der seit über 300 Jahren die Seelen Sterbender in den Himmel geleitet. Erfüllt von Mitgefühl für die Hinterbliebenen, doch nie zweifelnd hat er seine Aufgabe bisher immer gewissenhaft erfüllt. Doch eines Tages erblickt er eine wunderschöne Frau am Bett eines sterbenden Jungen und spürt eine seltsame Verbindung zu ihr, als würde er sie aus einem früheren Leben kenne. Er verliebt sich augenblicklich in sie und für ihn steht fest: sie muss seine Seelengefährtin sein. Um der Frau den Schmerz zu ersparen, verweigert er dem sterbenden Jungen die Hand, die ihn in den Himmel geleiten soll und zwingt ihn so zum Weiterleben. Fortan kann er die Frau nicht mehr vergessen und als er die Chance erhält, besetzt er den Körper eines Sterbenden, um ihr nahe zu sein. Doch damit verstößt er gegen die uralten Gesetze der Hüter – mit fatalen Folgen...


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An manche Bücher geht man mit einer bestimmten Erwartungshaltung heran und muss dann im Verlauf des Buches feststellen, dass diese Erwartung vollkommen über den Haufen geworfen wird. So ist es auch bei „Seelenhüter“. Ich fürchte leider, dass viele Leser, die das Buch nur aufgrund des Klappentextes gekauft haben, enttäuscht sein werden, denn der Klappentext verspricht einfach etwas ganz anderes, als das Buch letztlich bietet. Und ich finde, das hat dieses schöne Buch nicht verdient.


Freitag, 13. Mai 2011

Blogger-Probleme

Tja ihr Lieben, wie viele von euch sicherlich auch, hat Blogger mir in den letzten Tagen einige Probleme und Frust bereitet. Mein Post zu "Seelenhüter" ist verschwunden und damit auch eure Kommentare. Und mir fiel wieder einmal auf, dass ich für technische Probleme null Toleranz habe und mich quasi übertrieben darüber aufregen kann. 
Ich hoffe, der Post taucht von selbst wieder auf, ansonsten stelle ich die Rezi morgen noch einmal ein. Wie sieht es bei euch aus? Sind eure Posts von selbst wieder aufgetaucht?

Montag, 9. Mai 2011

Ich nehm's persönlich

Hallo meine Lieben, 

bevor es die nächste Rezension gibt, wird es heute mal ein wenig persönlicher. Ich wurde von Marie Seth gebeten, ein paar Fragen über mich zu beantworten, wie früher in den Freundschaftsalben, die wir in der Grundschule hatten :-) Ich bin gespannt, ob sich jemand dafür interessiert:

Sternzeichen: Jungfrau. Ich glaube eher nicht daran, dass sie unsere Persönlichkeit bestimmen, habe aber gerade einfach mal gegoogelt und das kam dabei heraus:

Unter den im Zeichen der Jungfrau geborenen Frauen gibt es mehr unverheiratete als in jedem andern. Das liegt daran, daß sie selten einen Mann finden, der ihren Maßstäben entspricht. Traurig, die ganzen unverheirateten Jungern sind also vorwiegend Jungfrauen? Da hab ich ja scheinbar wirklich Glück gehabt, schon in der Schule meinen Freund gefunden zu haben.
 
Sie kann gut rechnen, und sie ist die beste Buchhalterin, die man sich vorstellen kann. Ehm, naja, höchstens wenn es sich um die vier Grundrechenarten handelt. :-)

Besonders interessiert sie sich für Literatur, Musik und Malerei, und viele Jungfraugeborene entwickeln ein treffendes und scharfsichtiges Talent als Kritikerin. Na das passt doch tatsächlich mal, schließlich kritisiere ich doch ständig Bücher, auch wenn mein "Talent" noch am Entwickeln ist. 

Ihre Wohnung sieht aus, als lebte niemand darin. Jedes Ding muß an seinem Platz sein, und jedes hat seinen vorgeschriebenen Platz. Ich wünschte, es wäre immer so, denn ich stehe tatsächlich auf Ordnung und Symmetrie, aber leider hab ich nicht immer Zeit und Lust, richtig Ordnung zu machen. Allerdings fragt mich mein Freund ständig, wo irgendwelche Sachen sind und ich weiß es sofort, eben weil sie an ihrem vorgeschriebenen Platz sind :-) 

Haarfarbe: Dunkelblond mit ultrablonden Strähnchen. Wo ist nur das natürliche Blond geblieben, dass ich als Kind hatte? Heute muss ich dafür 50 Euro hinblättern :-( 

Besondere Kennzeichen: Hm, Narbe am Knie (hat allerdings keine lustige Form wie bei Dumbledore) und (leider) vererbte Augenringe. Und ich gehe nie ohne Haarbürste und Buch aus dem Haus. 

Lieblingsfarbe: Alle möglichen Blau-Töne. Flieder, Türkis, nachtblau etc. Gerade lese ich "Seelenhüter" und das Cover ist eine einzige Komposition aus Blau-Tönen. Herrlich :-) 

Lieblingsgerichte: Hm, schwer zu sagen. Ich esse eigentlich alles sehr gern, was mein Freund gekocht hat, aber ein ultimatives Lieblingsgericht habe ich nicht. Meine Anti-Lieblingsgerichte sind Grünkohl und Leber, bääh! 

Lieblingssongs: Auch hier hab ich keinen absoluten Favoriten, es gibt sehr viele Lieder, die mir gut gefallen, aber keines, welches ich als mein Lieblingslied bezeichnen würde. Momentan bin ich ganz begeistert von der Serie "Glee", denn da werden so viele tolle alte Songs wieder rausgekramt, an die ich mich zeitweise schon gar nicht mehr erinnern konnte. Ich mag es eher rockig, stille Sachen wie von Ich&Ich, Silbermond oder Xavier Naidoo sind gar nicht meins. 

Lieblingstier: Ich mag Vögel, daher schwirren bei mir auch 4 Wellensittiche rum. Einen Liebling habe ich aber auch hier wieder nicht. Ich mag den Gesang der Nachtigall, finde aber Falken wohl noch am Besten, die gucken so schön durchdringend und sehen einfach unheimlich elegant aus. 

Hobbys: Lesen, Blog führen, ein wenig Sport, noch mehr Lesen. Im Sommer schwimme ich gern im See (und in Brandenburg gibt es genug davon) und früher hab ich mal HipHop getanzt. Ansonsten bin ich noch ein kleiner Serienjunkie, momentan verschlinge ich "How I met your mother" und ich veranstalte auch gerne mal Serienmarathon-Abende, bei denen dann möglichst eine ganze Staffel geguckt wird. 

Das kann ich besonders gut: Was, Eigenlob? Aber Jungfrauen sind doch absolut bescheiden :-) Also, ich kann besonders gut: mich aufregen, faul herumsitzen (danach muss ich allerdings ordentlich ranklotzen, um mein Gewissen zu beruhigen), organisieren. 

Was ich nicht mag: Menschen, die ständig mit ihrem Äußeren beschäftigt sind und mehr Wert auf Styling als auf alles andere legen. Ungerechtigkeit, Verlogenheit, Diebstahl geistigen Eigentums (egal ob sich jemand an meinen eigenen Rezis bedient oder bei jemand anderem, ich rege mich fürchterlich darüber auf). 

Bestes Erlebnis: Mal wieder habe ich kein ultimatives bestes Erlebnis. Meine Abizeit fand ich ganz toll, neben der Lernerei gab es nämlich natürlich viele Feiern. Und ich habe mein Herzblatt, mit dem ich nun schon 7 Jahre zusammen bin, in der Schule kennengelernt. Es sind eher viele kleine tolle Erlebnisse, auf die ich immer wieder gerne zurückblicke als nur ein großes.


Ansonsten habe ich noch von Phantasienreisen und BlueNa einen neuen Blog-Award bekommen, den ihr gaaanz unten auf meiner Seite finden könnt und der mit drei kleinen Fragen verbunden ist:


Wieviele Bücher besitzt du? Circa 560, wobei ich lovelybooks sehr dankbar fürs Zählen bin :-) 

Seit wann liest du? Schon immer? Ich kann mich nicht so recht dran erinnern. 

Wie oft liest du in der Woche? In jeder freien Minute, also oft :-)

So, ich hoffe, das waren genug persönliche Informationen über mich und ich habe euch nicht gelangweilt. Den Award werde ich demnächst verteilen, ich muss erstmal gucken, wer ihn noch nicht hat.

Freitag, 6. Mai 2011

Rabenfeder - Kurz und gut

"Man hört, dass die Feen den Menschen die Schatten wegnehmen. Sie ernähren sich von Schatten wie unsereins von Suppe und Brot; sie werden krank, wenn sie mal keine kriegen. Es heißt, das Erste, was eine frisch geschlüpfte Fee tut, ist, ihren eigenen Schatten zu fressen - sonst verhungert sie."

Calvin ist ein Schattenspieler, der hinter dem Leinentuch Geschichten zum Leben erweckt. Seit jeher ist die kleine Maradita von seinem Handwerk fasziniert und hilft ihm, die Geschichte mit ihrem Schatten zum Leben zu erwecken, obwohl ihr Onkel ihr den Umgang mit den Jahrmarktleuten verboten hat. Als ein Mann im Dorf krank wird und plötzlich keinen Schatten mehr hat, flieht Calvin zusammen mit Maradita und der Zauberin Juwel, denn Schatten stehlen können nur die unheimlichen Feen, die sich von ihnen ernähren und ihre eigenen Feenbälgern den Menschen unterschieben. Und was soll ein Schattenspieler ohne Schatten anfangen?
Sie schließen sich den Rabenbrüdern an, einer großen Truppen von Jahrmarktsleuten, die unter dem Schutz des Raben stehen, doch auch hier wird bald einer der Schausteller krank. Verfolgt der Schattendieb sie etwa? Und warum?

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Kurzgeschichten lese ich eher selten. Nicht weil sie schlecht geschrieben sind, sondern weil diese Art der Erzählung für mich ein kleines Manko hat: sie sind oftmals zu schnell vorbei, gerade wenn man die Charaktere lieb gewonnen hat. So ist es auch bei "Rabenfeder" von Barbara Schinko. Die Kurzgeschichte stammt aus der Sammlung "Weltenwanderer XII", aus der ich auch schon "Zwischen den Toren" gelesen habe und bei der die Autoren ihrer Kreativität zum Thema Fantasy freien Lauf lassen konnten. 

Donnerstag, 5. Mai 2011

Neuzugänge im Mai #1

Alles neu, macht der Mai. Oder so ähnlich :-) Bei mir gibt es jedenfalls neue Bücher, die ich euch bald hier vorstelle, u.a. den von mir heiß ersehnten "Seelenhüter" von Laura Whitcomb. :-)

 

Seelenhüter - Laura Whitcomb 

Calder ist ein Seelenhüter, der den Menschen seit über 300 Jahren die Tür in das Leben nach dem Tod öffnet. Doch als er eines Tages das Zimmer eines kranken Jungen betritt, geschieht etwas Unerwartetes: Er verliebt sich auf den ersten Blick in die am Bett wachende, bildschöne Alexandra. Calder ist überzeugt: Sie ist seine Seelenverwandte! Er bringt es nicht übers Herz, der jungen Frau weh zu tun, und schenkt dem Kind das Leben. Von nun an kann Calder die Schönheit Alexandras nicht mehr vergessen. Aber um sie wiederzusehen, muss er die uralten Gesetze der Seelenhüter brechen – mit fatalen Folgen.

Darauf habe ich schon gewartet, seit ich damals "Silberlicht" verschlungen habe. Das englische Original (The Fetch) war damals schon erschienen, aber ich wollte mir die schöne deutsche Ausgabe nicht entgehen lassen.

Carmilla, die Vampirin - Sheridan Le Fanu 

Die hübsche Laura bewohnt mit ihrem Vater und wenigen Bediensteten das prunkvolle, aber abgelegene Schloss in der idyllischen Steiermark. Das Leben ist beschaulich bis eines Nachts eine wundersame junge Frau ins Leben der Schlossbewohner tritt. Niemand weiß, wer die schöne Carmilla ist; sie selbst muss sich auf Geheiß ihrer Mutter in Schweigen hüllen. Schnell wächst zwischen den jungen Frauen eine tiefe Freundschaft, deren wahre Natur jedoch vorerst im Verborgenen bleibt. Erst als Laura von einer mysteriösen Mattigkeit heimgesucht und von Tag zu Tag schwächer wird, sucht ihr Vater verzweifelt nach den Gründen und kommt ungewollt der dunklen Vergangenheit Carmillas auf die Spur.

Dieses Buch lese ich ab dem 10.05. bei einer Leserunde von Lies & Lausch.

Tage der Flut - Frans Pollux

Ein apokalyptisches Szenario: Während einer Party mit ungeliebten Kollegen muss Syris, ein dienstbeflissener Steuerfahnder der europäischen Freihandelszone, miterleben, wie eine gewaltige Sintflut binnen Minuten alles Land unter Wasser setzt. Nur in höchster Not kann er sich retten – in einem Schlauchboot, zusammen mit zwei anderen. Als er endlich einsieht, dass auf Hilfe nicht zu hoffen ist, muss er sich plötzlich der Frage stellen, was seine Rolle ist in einem Komplott von weltzerstörerischem Ausmaß.



Mittwoch, 4. Mai 2011

I'm reading a book - Die Hymne für alle Bücherwürmer

Dieses Musikvideo habe ich gerade bei Jaris Büchergebrabbel entdeckt:



Julian Smith - "I'm reading a book"

Ist das nicht einfach herrlich? Das Lied wird meine neue Hymne. Nur der Typ macht mir etwas Angst, dem möchte ich nicht lesend in einer dunklen Ecke begegnen. :-)

Das Regenmädchen - Stiller Krimigenuss

"Zu spät alle Hilfe, zu spät für das Mädchen, dessen Namen noch keiner wusste, das mitten auf der Fahrbahn lag, ein Gespenst im niesligen Regen, zerbrochen, still."

Als das Mädchen auf die Autobahn wankt, hat der unglückliche Fahrer keine Chance mehr, auszuweichen. Sein Auto erfasst die Unbekannte und schleudert sie hoch in die Luft. Als die Polizei zur Unfallstelle gerufen wird, ist es schon zu spät; das Mädchen ist tot. Doch handelt es sich wirklich um einen Unfall? Blutspuren auf einem Rastplatz in der Nähe offenbaren, dass das Mädchen offensichtlich schon verletzt war, bevor es auf die Autobahn wankte. Die Mordkommissarin Franza Oberwieser und ihr Kollege Felix Herz werden dazugerufen und beginnen zu ermitteln. Trotz des wunderschönen vornehmen Perlenkleides, dass das Mädchen trägt, stammte sie scheinbar aus zerrütteten Verhältnissen, wohnte in einem Heim für betreutes Wohnen und prostituierte sich sogar. Fühlte sich einer ihrer Freier hintergangen und hat sie auf die Autobahn geschubst?

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"Das Regenmädchen" ist das Krimidebüt der Autorin Gabi Kreslehner. Sofort fiel mir der stille Ton der Erzählung auf, der mir gut gefallen hat. Über allem lag so eine melancholische Stimmung, die mir sehr passend erschien, schließlich wird hier die Geschichte eines Mädchens erzählt, das einmal zu oft Pech in ihrem Leben hatte. Als Kind missbraucht, floh sie schon früh aus dem Elternhaus und landete in einer Notunterkunft nach der anderen. Gerade als sich ihr Leben endlich zum Besseren kehrt, sie sich verliebt und Zukunftspläne schmiedet, wird ihr Leben abrupt beendet.

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