Raus aus der Mottenkiste - Vatermord und andere Familienvergnügen

09:00


So, bevor ich sie schon wieder aus den Augen verliere, ist es wirklich wieder Zeit, meine Mottenkiste-Kategorie weiter zu füttern. Da mein Blog mittlerweile schon fast 5 Jahre alt ist (Hach, mein kleines Baby), sind im Laufe der Zeit so einige Rezensionen zusammengekommen - und natürlich untergegangen, denn wer wühlt sich schon durch den ganzen Blog durch? Mit der "Raus aus der Mottenkiste"-Aktion möchte ich all jene Bücher wieder rauskramen, die mir besonders gut gefallen haben, und sie euch noch einmal kurz vorstellen. Heute wird "Vatermord und andere Familienvergnügen" von Steve Toltz entstaubt, welches ich im Dezember 2010 gelesen habe.



»Die Leiche meines Vaters werden sie nie finden.« Mit diesen Worten beginnt Jasper Dean die Odyssee durch die windungsreiche Geschichte seiner Familie. Zeit seines Lebens hat sich Jasper mit der Frage herumgeschlagen, ob er seinen Vater bedauern, ignorieren, ihn verehren oder gar umbringen solle. Vater Martin, ein Moralist ohnegleichen, war Australiens meistgehasster Wohltäter. Und nichts hat ihn mehr verärgert, als der Bruder von Terry Dean zu sein – dem beliebtesten Verbrecher des Landes. Nicht verwunderlich also, dass Jasper unter die Räder des Bruderzwistes kam ... 
(Quelle: Amazon)


Wem empfehle ich es?

Dieses 800 Seiten starke Buch empfehle ich allen, die witzige und umfangreiche Familiengeschichten mögen. Familiengeschichten sind sonst nicht so mein Ding, da ich oft das Gefühl habe, es passiert gar nichts außergewöhnliches, was sich bei den einzelnen Mitgliedern zu erzählen lohnen würde. Ganz anderes ist da dieses Buch. Erst erfahren wir die tragische Geschichte von Jaspers Vater, der der Menschheit immer nur Gutes tun wollte, damit aber genau das Gegenteil bewirkt hat, bevor wir von Jaspers eigener Odissey erfahren. Und dieses beiden haben wirklich sooooo viel zu erzählen, dass es für 3 Bücher gereicht hätte.
Außerdem empfehle ich das Buch allen, die auf ungewöhnliche und etwas durchgeknallte Charaktere stehen (Jaspers erste Freundin ist beispielsweise ein Mädchen, welches seine Tränen in einem alten Glas sammelt).

Was hat mich daran so begeistert?

Die Ideen und die Charaktere. Es ist eine absolut verrückte, faszinierende, wahnwitzige Geschichte, die hier erzählt wird, und sie steckt voller unglaublicher Details. Ich saß oftmals kopfschüttelnd vor den Seiten, weil ich gar nicht glauben konnte, was der Familie hier so alles Irres passiert. Aber insgesamt passt es einfach alles zusammen und ergibt eine komplexes, geniales Bild.

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4 Kommentare

  1. Das ist ja eine tolle Idee diese Rubrik :-) Allerdings sind mir 800 Seiten dann noch etwas zu viel.

    Liebe Grüße
    Melissa

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    1. Hi Melissa, ach, die hat man beim Lesen gar nicht gemerkt, das war ja das Tolle. :-)

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  2. Huhu :)

    Haha, das ist ja mal eine richtig coole Idee, gefällt mir :)
    Sobald du durchgeknallte Charaktere erwähnt hattest, ist das Buch auf die WuLi gewandert xD Ich liebe es, von Charakteren gelesen, die total ein an der Klatsche haben oder einfach nur anders sind. Ich lese auch nicht soo gerne Familiengeschichten, aber Ava Lavender (übrigens auch eine geniale Familiengeschichte mit unglaublich seltsamen und anderen Charakteren) hat mich umgehauen, also gebe ich dem Buch gerne eine Chance :)
    Danke für die Vorstellung!

    Liebe Grüße
    Kücki ♥

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    1. Hi Kücki, das freut mich, dass ich dich auf das Buch neugierig machen konnte :-) Ava Lavender muss ich mir gleich mal genauer ansehen...

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