Als ein alter Mann behauptet, dass ihn ein Engel vor einer tödlichen Prügelattacke gerettet hat, indem dieser seine Angreifer erschossen hat, hält die Polizei es zu Beginn noch für einen Scherz. Doch plötzlich zeigt sich dieser Engel immer öfter, vereitelt Gewalttaten und erschießt die Angreifer. Und während die Polizei fieberhaft nach dem sogenannten Racheengel sucht, rückt der Journalist Ingo Praise, der schon immer für das Thema Selbstjustiz gebrannt hat, plötzlich mit einer Talkshow in den Fokus der Aufmerksamkeit, in der er den Opfern von Gewalttaten eine Stimme verleiht und den Racheengel als Streiter für die Gerechtigkeit präsentiert. Bis die Situation plötzlich eskaliert...
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Achtung, enthält Spoiler für Band 1, "Morbus Dei - Die Ankunft"!
Sie haben das Grauen in den Wäldern überlebt. Doch es verfolgt sie weiter...

1704: Johann und Elisabeth haben es geschafft, vor Ihnen aus dem Dorf zu fliehen und machen sich nun auf den langen und beschwerlichen Weg nach Wien. Dort hat Johann noch eine Rechnung offen mit einem Offizier, durch den er zum Deserteur geworden ist. Doch die Reise ist kein leichtes Unterfangen, denn überall warten brutale Wegelagerer auf unbedarfte Reisende und Soldaten durchkämmen das Land. Aber auch, als sie endlich in Wien angekommen sind, droht ihnen Gefahr, denn plötzlich bricht auch hier die seltsame Krankheit aus und wird für die Einwohner zur Todesfalle...
Hallo meine Lieben, vor kurzem habe ich euch berichtet, dass ich plane, eine neue Kategorie auf meinem Blog einzuführen: "Raus aus der Mottenkiste!". Dabei will ich euch Bücher vorstellen, die ich vor längerer Zeit rezensiert habe und die mich sehr begeistern konnten.Heute ist es soweit, ich habe das erste Buch wieder aus seiner staubigen Ecke gezogen, ordentlich drübergepustet und möchte es euch nun noch einmal kurz vorstellen. Und hierbei handelt es sich gleich um eine Premiere: "Finstere Orte" von Gillian Flynn war das allererste Buch, welches ich am 08. Juli 2010 auf meinem frisch eröffneten Blog vorgestellt habe. Daher gehe ich mal davon aus, dass diese Rezension so gut wie niemand von euch kennt. Hier erfolgt jetzt nur eine kurze Darstellung, worum es geht, wem ich das Buch empfehlen würde und was mich daran so begeistert hat.
Libby Day war erst sieben, als ihre Mutter und ihre Schwestern brutal ermordet wurden. Sie selbst konnte entkommen und brachte mit ihrer Aussage ihren fünfzehnjährigen Bruder Ben lebenslänglich ins Gefängnis. Seitdem lebt Libby von den Spenden, die ihr mitfühlende Menschen haben zukommen lassen. Doch nun, 25 Jahre später, kommen Zweifel daran auf, ob damals wirklich der Richtige verurteilt wurde...
Wem empfehle ich es?
Thrillerfans, die auf ungewöhnliche Charaktere und gut durchdachte Handlung Wert legen. Aber auch Leute, die gerne mitknobeln, wer der Mörder ist, werden auf ihre Kosten kommen. Finstere Orte ist auf jeden Falls auch etwas für Leute, die auf unbequeme Protagonisten stehen, denn anfangs fällt es ziemlich schwer, mit Libby warm zu werden.
Was hat mich daran so begeistert?
Ich liebe es, wenn am Ende eines Thrillers dieser "Ahhh"-Effekt einsetzt, wenn plötzlich alles Sinn ergibt und jedes Puzzleteil an seinen Platz rückt. Und genau das war hier der Fall.
"Begreifst du denn nicht?" Er beugte sich vor, und in seinen Augen brannte ein Feuer. "Das sind die Eindringlinge, Jack. Das sind die Leute im Innern."
Jack Whalen, ehemaliger Polizist, hat nach der erfolgreichen Veröffentlichung eines Buches den Polizeidienst quittiert und versucht nun, seine Karriere als Schriftsteller auszubauen. Doch als ihn ein alter Freund bittet, ihn bei einem mysteriösen Mordfall zu unterstützen, gerät sein altes Leben plötzlich aus den Fugen. Seine Frau verschwindet bei einer Geschäftsreise spurlos, taucht aber wenig später wieder auf, als wäre nie etwas gewesen. Doch sie benimmt sich eigenartig und auf ihrem Handy findet Jack mysteriöse Nachrichten.
Derweil verlässt hunderte Kilometer entfernt ein neunjähriges Mädchen ihr Zuhause, ohne ein Wort zu ihren Eltern, ohne dass ihr selbst bewusst ist, wo sie hinwill. Doch sie hat eine Mission zu erfüllen...
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Ich lese nicht allzu häufig Thriller, aber die Beschreibung dieses Buches konnte mich sofort für sich gewinnen, besonders auch, weil der Klappentext eine "Mischung aus Hochspannung, Paranoia und Grusel pur" verspricht. Grusel? Wird es vielleicht sogar etwas übernatürlich mit Geistern oder Aliens? Oder doch nur ein normaler Krimi? Nun ja, man muss das Buch schon komplett gelesen haben, um das zu erfahren und ich will euch auch auf keinen Fall alles verraten. Über weite Teile des Buches blieb es jedenfalls völlig unklar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde und wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen. Und genau diese Ungewissheit hat mich regelrecht an das Buch gekettet.
"Gestern Abend habe ich den Arzt gesehen und wusste sofort, was ich tun musste. Ich habe keine Wahl. Ich werde ihn töten. Ich habe ihn nur kurz auf der Station gesehen. Er hat so getan, als wäre er ein ganz normaler Arzt. Als könnten die Risse, die beim Erdbeben entstanden sind, seine Vergangenheit verschlucken."
Als Marko mit seinen Mitschülern im Rahmen eines Outdoorkurses zur Expedition durch die Bergwelt Neuseelands aufbricht, ahnt er nicht, dass er schon zwei Tage später um Leben und Tod kämpfen muss. Von Anfang an gibt es Stress in Markos Gruppe: die beliebte Rebecca wurde in die Außenseiter-Gruppe abgeschoben und lässt ihren Frust an den anderen aus und der manipulative Jonathan versucht alles, um allen den Ausflug zu versauen. Trotzdem entwickeln sie sich nach und nach zu einer echten Gruppe und arbeiten zusammen, bis plötzlich ein Erdbeben ganze Landstriche zerstört und den Ausnahmezustand hervorruft. In dieser chaotischen Situation geschieht das Unfassbare: einer von Markos Begleitern wird ermordet und die Übriggebliebenen müssen fliehen...
Tage später wacht Marko in einer Psychiatrie auf, desorientiert und benebelt von Tabletten - und erkennt dort einen der Mörder wieder. Heimlich setzt er seine Medikamente ab, mit denen man ihn ruhig stellen will und plant seine Rache. Doch wird er es schaffen, dem Schuldigen die gerechte Strafe zu verpassen, bevor dieser ihn selbst als Mitwisser beseitigt?
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Meine Meinung
Achtung, ich warne euch gleich vor: wer von euch anfängt, dieses Buch zu lesen, will es in einem Rutsch durchlesen, also sorgt dafür, dass ihr genug Zeit habt. :-) "Wie du ihr" ist die Geschichte eines Rachefeldzugs und liest sich wie ein guter Film.
Marko schreibt während seines Psychiatrieaufenthalts heimlich seine Geschichte auf und erzählt so, was genau bei dem Ausflug passiert ist, damit es noch irgendeinen Beweis gibt, falls ihn der Mörder zur Strecke bringt, bevor er selbst ihn erwischt. Der ständige Wechsel von Gegenwart in der Psychiatrie und Vergangenheit im Gebirge wirkt temporeich und steigert die Spannung von Seite zu Seite.
Die Charaktere wirken dabei zwar recht einfach und stereotyp gestrickt, aber ihr Handeln erschien mir trotzdem irgendwie so echt, so real, als könnten diese Schüler tatsächlich mit mir zur Schule gegangen sein und ich konnte mich sehr gut in ihre Gefühle hineindenken.
Besonders Marko fand ich sehr authentisch. Er ist der stille Außenseiter, der nie so recht auffällt. Da er den Mord nicht verhindert hat, obwohl er in der Nähe war, quälen ihn Schuldgefühle und er hält sich für einen Feigling. Um seine Schuld wiedergutzumachen, sieht er es nun als seine Aufgabe, den Mord zu rächen, selbst wenn er dafür ins Gefängnis muss. Doch wie wird er damit klarkommen, selbst zum Mörder zu werden?
So gut mir die Geschichte gefallen hat, habe ich doch einen kleinen Kritikpunkt. Und zwar fand ich die Situation, die zu dem Mord geführt hat, etwas an den Haaren herbeigezogen. Zwar kann ein Erdbeben schon den Ausnahmezustand hervorrufen, in dem Menschen panisch reagieren und nur noch an ihr eigenes Wohl denken. Aber seit dem Erdbeben sind gerade mal ein paar Stunden vergangen, und schon ziehen die ersten plündernd und mordend durch die Gegend, als gäbe es keine Gesetze mehr? Besondern im Gebirge, wo es eh nichts zu holen gibt? Das fand ich ziemlich unglaubwürdig.
Vielleicht ist das aber der geringen Seitenzahl zu schulden, denn viel Zeit blieb dem Autor nicht, um die Situation zu entwickeln. Gerade dass er sich aber nicht lange mit der Beschreibung von Nebensächlichkeiten aufgehalten hat, gefiel mir gut und so habe ich das Buch gefesselt weitergelesen, weil die Geschichte einfach so spannend erzählt wird.
Das Buch hat mir bewiesen, wieso Beckett zu den bekanntesten Jugendbuch-Autoren in Neuseeland gehört. Ohne sich groß um einen bemerkenswerten Schreibstil zu bemühen und auf nur wenigen Seiten hat er einen fesselnden, temporeichen Jugendthriller geschaffen, der einen so schnell nicht mehr loslässt.
Wie du ihr - Bernard Beckett
Broschiert: 182 Seiten
Verlag: Script5 (15. Januar 2011)
ISBN-10: 3839001242
Verlag: Script5 (15. Januar 2011)
ISBN-10: 3839001242
Preis: 12,00 Euro
Willis Fazit:
Vielen Dank an den Script5 Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
UPDATE (21.01): Ich weiß nicht, warum Blogger meinen Header auf einmal verpixelt, ich hoffe, das Problem wird schnellstens behoben. Ich kann euch nur raten, gerade bloß keinen neuen Header hochzuladen. Menno :-(
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Nova Barakel, Umweltaktivistin bei Greenpeace und seit kurzem Vollwaise, will eigentlich nur die Wohnung des Vorstandsvorsitzenden von Vattenfall verwüsten, einem der größten Klimasünder laut Greenpeace, als sie eine grausame Entdeckung macht:
der Geschäftsmann wurde brutal ermordet und obszön auf seinem Bett arrangiert. An der Wand hinter ihm prangt ein blutiges Bibelzitat über die Sintflut. Geschockt flieht Nova vom Tatort und wird durch die Spuren, die sie hinterlassen hat, wenig später zur Hauptverdächtigen. Nova bleibt keine andere Möglichkeit, ihre Unschuld zu beweisen, als den wahren Schuldigen zu finden. Doch das ist nicht ihr einziges Problem. Warum behauptet der Leiter der Organisation FON, der ihre Mutter nach ihrem Tod ein enormes Vermögen vermacht hat, dass ihre Mutter noch lebt und auf Seiten der Nephilim kämpft, gefallenen Engeln...?
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Meine Meinung
Brutale Morde, göttliche Wesen und Umweltschutz. Passt das zusammen? Ich hatte da so meine Bedenken, ob man daraus eine stimmige Mischung machen kann. Und Asa Schwarz ist es in der Tat nur teilweise gelungen.
Das Buch ist eigentlich ganz gut geschrieben, es gab aber doch ein paar Punkte, die mir negativ aufgefallen sind. Die Geschichte beginnt sehr spannend mit einem grausamen Mord, lässt dann aber nach. Zwar ist die Handlung immer noch mitreißend geschrieben, aber die Verbindung zu den Nephilim und die Motive der "Bösen" schienen mir einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen, um mit dem Thriller zufrieden zu sein. Was mir auch etwas auf die Nerven ging: Nova und die anderen Protagonisten mussten bei jedem Ort, an den sie kamen, erstmal kurz beschreiben, was dort früher mal gewesen war. Klingt banal, aber wenn man zum x-ten Mal lesen muss, dass der Ort früher ein Kloster, eine grüne Wiese etc. war, fällt es einem schon negativ ins Auge.
Hier ein paar Beispiele:
"... ging die Treppen zum Ryssgarden hinauf, dessen Name auf die über siebzig russischen Lagerhäuser zurückging, die dort im siebzehnten Jahrhundert gestanden hatten."
"Als Nova ins Freie trat, sah sie die Treppe zu Stockholms ältestem Platz vor sich, [..] Im siebzehnten Jahrhundert hatte er als Hinrichtungsstätte gedient."
"Gedankenverloren passierte Nova das Haus Nummer dreizehn, das im fünfzehnten Jahrhundert ein Klosterstift für Alte und Kranke beherbergt hatte."
Diese Sätze durchziehen das ganze Buch. Ich hatte dabei oft das Gefühl, dass die Autorin bei ihren Recherchen auf einige spannende historische Fakten über Stockholm gestoßen ist, die sie nun unbedingt im Buch unterbringen wollte, was ja an sich auch nicht verwerflich ist. Leider wird außer einem kurzen Satz nichts weiter dazu gesagt und so bleiben diese Beschreibungen überflüssige Randinfos, die man sofort wieder vergessen hat.
Durch Nova bekommt man zwar außerdem einige Fakten über die Umweltverschmutzung, insbesondere die Problematik des Kohlendioxidausstoßes mit. Allerdings macht dies für mich noch keinen Ökothriller aus, nur weil die Mordopfer Klimasünder waren.
Trotzdem hat die Geschichte einen guten Spannungsbogen und 3/4 des Buches fand ich wirklich mitreißend. Doch dann kam die Sache mit den göttlichen Wesen... naja, ab da waren die Morde einfach etwas unplausibel. Vielleicht hätte sich die Autorin doch mehr auf einen Ökothriller beschränken sollen, statt noch eine übernatürliche Komponente mit hineinzubringen. Momentan arbeitet sie an einer Fortsetzung von Novas Geschichte, vielleicht wird dort etwas mehr Hintergrundwissen über die Nephilim geliefert.
Dieses Buch empfehle ich daher eher nur denen, die solch einen Genremix und Spannung mögen, aber nicht allzu viel Wert auf schlüssige Motive legen.
Nephilim - Asa Schwarz
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Knaur TB (7. Februar 2011)
ISBN-10: 3426507668
Preis: 8,99 Euro
Vielen Dank an Droemer/Knaur für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
Willis Fazit:
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Nova Barakel, Umweltaktivistin bei Greenpeace und seit kurzem Vollwaise, will eigentlich nur die Wohnung des Vorstandsvorsitzenden von Vattenfall verwüsten, einem der größten Klimasünder laut Greenpeace, als sie eine grausame Entdeckung macht:
der Geschäftsmann wurde brutal ermordet und obszön auf seinem Bett arrangiert. An der Wand hinter ihm prangt ein blutiges Bibelzitat über die Sintflut. Geschockt flieht Nova vom Tatort und wird durch die Spuren, die sie hinterlassen hat, wenig später zur Hauptverdächtigen. Nova bleibt keine andere Möglichkeit, ihre Unschuld zu beweisen, als den wahren Schuldigen zu finden. Doch das ist nicht ihr einziges Problem. Warum behauptet der Leiter der Organisation FON, der ihre Mutter nach ihrem Tod ein enormes Vermögen vermacht hat, dass ihre Mutter noch lebt und auf Seiten der Nephilim kämpft, gefallenen Engeln...?
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Meine Meinung
Brutale Morde, göttliche Wesen und Umweltschutz. Passt das zusammen? Ich hatte da so meine Bedenken, ob man daraus eine stimmige Mischung machen kann. Und Asa Schwarz ist es in der Tat nur teilweise gelungen.
Das Buch ist eigentlich ganz gut geschrieben, es gab aber doch ein paar Punkte, die mir negativ aufgefallen sind. Die Geschichte beginnt sehr spannend mit einem grausamen Mord, lässt dann aber nach. Zwar ist die Handlung immer noch mitreißend geschrieben, aber die Verbindung zu den Nephilim und die Motive der "Bösen" schienen mir einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen, um mit dem Thriller zufrieden zu sein. Was mir auch etwas auf die Nerven ging: Nova und die anderen Protagonisten mussten bei jedem Ort, an den sie kamen, erstmal kurz beschreiben, was dort früher mal gewesen war. Klingt banal, aber wenn man zum x-ten Mal lesen muss, dass der Ort früher ein Kloster, eine grüne Wiese etc. war, fällt es einem schon negativ ins Auge.
Hier ein paar Beispiele:
"... ging die Treppen zum Ryssgarden hinauf, dessen Name auf die über siebzig russischen Lagerhäuser zurückging, die dort im siebzehnten Jahrhundert gestanden hatten."
"Als Nova ins Freie trat, sah sie die Treppe zu Stockholms ältestem Platz vor sich, [..] Im siebzehnten Jahrhundert hatte er als Hinrichtungsstätte gedient."
"Gedankenverloren passierte Nova das Haus Nummer dreizehn, das im fünfzehnten Jahrhundert ein Klosterstift für Alte und Kranke beherbergt hatte."
Diese Sätze durchziehen das ganze Buch. Ich hatte dabei oft das Gefühl, dass die Autorin bei ihren Recherchen auf einige spannende historische Fakten über Stockholm gestoßen ist, die sie nun unbedingt im Buch unterbringen wollte, was ja an sich auch nicht verwerflich ist. Leider wird außer einem kurzen Satz nichts weiter dazu gesagt und so bleiben diese Beschreibungen überflüssige Randinfos, die man sofort wieder vergessen hat.
Durch Nova bekommt man zwar außerdem einige Fakten über die Umweltverschmutzung, insbesondere die Problematik des Kohlendioxidausstoßes mit. Allerdings macht dies für mich noch keinen Ökothriller aus, nur weil die Mordopfer Klimasünder waren.
Trotzdem hat die Geschichte einen guten Spannungsbogen und 3/4 des Buches fand ich wirklich mitreißend. Doch dann kam die Sache mit den göttlichen Wesen... naja, ab da waren die Morde einfach etwas unplausibel. Vielleicht hätte sich die Autorin doch mehr auf einen Ökothriller beschränken sollen, statt noch eine übernatürliche Komponente mit hineinzubringen. Momentan arbeitet sie an einer Fortsetzung von Novas Geschichte, vielleicht wird dort etwas mehr Hintergrundwissen über die Nephilim geliefert.
Dieses Buch empfehle ich daher eher nur denen, die solch einen Genremix und Spannung mögen, aber nicht allzu viel Wert auf schlüssige Motive legen.
Nephilim - Asa Schwarz
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Knaur TB (7. Februar 2011)
ISBN-10: 3426507668
Preis: 8,99 Euro
Vielen Dank an Droemer/Knaur für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
Willis Fazit:
"Mein Name ist John Cleaver. Ich bin sechzehn Jahre alt. Ich mag Lesen, Kochen und ein Mädchen namens Brooke. Ich möchte das Richtige tun. Ich möchte ein guter Mensch sein. Doch das ist nur die eine Hälfte von mir. Mein Name ist Mr. Monster. Ich weise alle Eigenschaften eines Serienkillers auf. Ich fantasiere über Feuer, Gewalt und Tod. Ich habe einen Dämon besiegt. Aber es gibt viele Dämonen da draußen. Und jeden Tag verspüre ich den Drang, erneut zu töten."
John ist zurück und kämpft im zweiten Teil der Serienkiller-Trilogie erneut gegen sein böses Ich, das er selbst "Mr. Monster" nennt. Seit er vor fünf Monaten den Dämon vernichtet hat, der in Clayton County mehrere Männer getötet hatte, ist es jedoch nur noch schwieriger für ihn geworden. Denn "Mr. Monster" hat Blut geleckt. Als da erneut die Leichen mehrerer junger Frauen in seiner Gegend gefunden werden, sieht John seine Chance gekommen: er nimmt die Jagd nach dem Mörder auf.
Doch John hat diesmal nicht nur mit Problemen der übernatürlichen Art zu kämpfen, sondern auch mit den ganz normalen Schwierigkeiten eines Teenagers. Denn die schöne Nachbarstochter Brooke scheint John wirklich zu mögen und stellt ihn so vor ein Problem; denn um seine eigenen Regeln nicht zu verletzen, muss er sich von ihr fernhalten...
Libby Day war erst sieben, als ihre Mutter und ihre zwei Schwestern brutal ermordet wurden. Sie selbst konnte entkommen und brachte mit ihrer Aussage ihren fünfzehnjährigen Bruder Ben lebenslänglich ins Gefängnis. Jetzt, 25 Jahre später, lebt sie ohne Ziel in den Tag hinein und denkt immer öfter über Selbstmord nach. Als ihr das Geld auszugehen droht, von dem sie bisher dank großzügiger Spenden von mitfühlenden Menschen gelebt hat, muss sie sich eine neue Einkommensquelle suchen. Wie wunderbar passt ihr da das Angebot des sogenannten „Kill Club“, dessen Mitglieder mysteriöse oder unaufgeklärte Mordfälle untersuchen, quasi als Hobby. Für ein paar Gespräche und Souvenirs aus der Familie soll sie eine ordentliche Stange Geld bekommen.
Doch das Treffen mit den Mitgliedern läuft nicht gut für Libby. Die anderen sind von der Unschuld ihres Bruders überzeugt, man wirft ihr vor, in ihrer Aussage gelogen zu haben, in der sie ihren Bruder als Mörder identifiziert hat. Wie erklärt sie sich die Ungereimtheiten, die am Tatort aufgetaucht sind? Von wem stammt der blutige Fußabdruck, der nicht zu Ben gehört? Und welches Motiv hätte er gehabt? Könnte nicht eher ihr verschuldeter, alkoholsüchtiger Vater der Täter sein? Libby ist alles andere als begeistert, dass man sie als Lügnerin hinstellen will, doch schon bald nach dem Treffen regen sich auch bei ihr Zweifel. Und so beginnt sie, in ihrer Vergangenheit zu forschen und muss feststellen, dass ihr Bruder vielleicht tatsächlich unschuldig im Gefängnis sitzt…
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Mir persönlich machen Thriller immer dann besonders Spaß, wenn man als Leser in die Fußstapfen von Miss Marple oder Columbo treten kann. Wenn man Spekulationen über den Mörder anstellen und jeden Verdächtigen kritisch beäugen kann. So bietet auch „Finstere Orte“ genug Stoff zum Mitraten. Verdächtige werden eingeführt und entlastet, Beweise aufgedeckt und gesammelt. Das Rätsel um die Morde an Libbys Familie bleibt bis zum Ende spannend und unvorhersehbar. Der Plot ist dabei genauestens durchdacht, jedes kleinste Detail wird irgendwann aufgegriffen, so dass keine Ungereimtheiten bleiben, wie bei manch anderem Buch. Und das fand ich richtig klasse gelungen.
Mit der Protagonistin Libby als Hauptcharakter ist die Autorin dabei ein großes Risiko eingegangen, ist Libby anfangs doch alles andere als sympathisch und könnte den Leser eher abstoßen. Verlogen, gerissen, habgierig, ein Langfinger. So lernen wir die Einunddreißigjährige kennen. Kein Lebensziel vor Augen. Doch genau diese Mischung lässt sie so normal und auch realistisch erscheinen, denn ganz ehrlich, Libby hat viel Schlimmes erlebt und es wäre ein Wunder, wenn sie vollkommen normal geblieben wäre. Und trotz ihrer Charakterschwächen wächst Libby einem langsam ans Herz, wobei sie natürlich auch nach und nach eine charakterliche Veränderung durchläuft.
Mein Fazit: „Finstere Orte“ ist ein gelungener, wohldurchdachter und spannender Thriller mit glaubhaften Charakteren und logischem Ende. Klare Leseempfehlung!
Finstere Orte - Gillian Flynn
Finstere Orte - Gillian Flynn
Über mich

Friederike
Büchersüchtige | Drillingsmama | Tortenliebhaberin
Hi, schön dass du den Weg zu mir gefunden hast. Wenn du nach gutem Lesestoff und Empfehlungen für geniale Jugendbücher suchst, bist du hier genau richtig :-) Erfahre mehr
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