Makellose Morde to go

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Hat sich nicht insgeheim jeder von uns schon mal in einem Anfall von Wut gewünscht, ungeliebte Mitmenschen loszuwerden? Oder ihnen mal richtig eins auszuwischen? Selbstverständlich unterdrücken wir solche Impulse oder machen unserer Wut höchstens Luft, indem wir mal herzlich losbrüllen. Wer aber trotzdem einmal sehen möchte, wie Menschen diesen Wunsch in die Tat umsetzen, kann dieser Neigung, zumindest literarisch gesehen, mit „Makellose Morde to go“ von Susanne Henke nachgehen. 

Darin geht es unter anderem um einen Mann, der seinen nervigen neuen Nachbarn nicht mehr erträgt und dem verfressenen Kerl einen Eintopf der besonderen Art vorsetzt. Oder da wäre der Mann im Vorruhestand, der aus Langeweile perfide Spielchen spielt und das Leben unschuldiger Mitmenschen zerstört. Und wenn der Chef WM-Karten für denjenigen verspricht, der bis zur WM einen Stammhalter in die Welt setzt, ist es doch okay, der Freundin, die nie Kinder wollte, Placebos unterzujubeln, oder?

Dieser Art sind die 24 bitterbösen Kurzgeschichten, die uns Susanne Henke hier vorsetzt. Nicht immer geht es um Mord, oftmals auch um die kleinen Gemeinheiten des Lebens. Kurz und knackig erzählt, umfassen die Geschichten, die stets vor einer ganz alltäglichen Kulisse spielen, meist nur wenige Seiten. Mehr braucht es aber auch nicht, um mich vor Schadenfreude kichern zu lassen oder mich zu schockieren, wie leicht die Personen hier aus dem Leben scheiden können. Dabei kommt die Autorin ganz ohne blutrünstige Beschreibungen aus. Keine Szenerie-, keine Personenbeschreibungen, nur ein kurzer, simpler Plot sind ihre Geheimzutaten.  

Mein Fazit: „Makellose Morde to go“ bietet kurzweilige makaber-böse Unterhaltung für alle, die fiese Geschichten lieben oder sich einfach mal wieder über das Unglück anderer amüsieren wollen.  


Makellose Morde to go - Susanne Henke
Books on Demand- Verlag
123 Seiten
Preis: 9,90 Euro
ISBN: 3839192528

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar ganz herzlich bei Susanne Henke und Books on Demand!

Willis Fazit:


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5 Kommentare

  1. Puh, die Meinung kann ich nicht teilen. Das Buch ist ein übles Machwerk, das sich wie abgeschrieben liest. Mir ist die Lust auf Kurzgeschichten erst einmal vergangen.

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  2. Das sind ja sehr harte Worte, Holger. Wieso übles Machwerk?

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  3. Frau Henke bedient sich einer Sprache, die sie nicht beherrscht und die für Kurzgeschichten völlig ungeeignet ist. Keine der Geschichten ist besonders originell, alles kommt mir irgendwie bekannt vor. In einigen Geschichten kann ich Verlage dürften kaum Interesse daran haben.

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  4. Ups, da hat der Computerschelm ein paar Buchstaben verschluckt. Es sollte lauten: In einigen Geschichten kann ich Stories von Stephen King erkennen.

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