29.02.2012

Zwei Welten, eine hochtechnologisiert, die andere wild und rau - zwei Schicksale, die aufeinandertreffen und verschiedener nicht sein könnten - und eine Liebe, die sie vereint

Als Aria aus ihrer Biosphäre in die wilde, unwirtliche Welt außerhalb verbannt wird, kommt das einem Todesurteil gleich. Denn niemand außer den Wilden kann die vergiftete, gefährliche Welt hier draußen überleben. Zu ihrem Glück trifft sie auf Peregrine, einen Barbaren, der ihr unwillig das Leben rettet im Austausch für ein Versprechen: er hilft ihr, wieder in ihre Gesellschaft zurückzukommen, wenn sie ihm hilft, einen kleinen Jungen zu befreien, der von ihrem Volk gefangengenommen wurde. Aria willigt ein - und lernt nicht nur das echte Leben außerhalb ihrer virtuellen Welt kennen, sondern auch wahre Gefühle...


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Tja, und mal wieder kann ich nicht anders als eine dicke Leseempfehlung auszusprechen. Veronica Rossi hat mit "Gebannt" einen tollen Auftakt zu einer neuen Jugenddystopiereihe geschaffen. Und auch wenn es mir hier etwas an verborgenen Geheimnissen oder Verschwörungen gefehlt hat, konnte mich das Buch durchaus von Anfang bis Ende fesseln. 

Es beginnt gleich spannend mit Arias Verbannung aus der Biosphäre, die sie bisher noch nie in ihrem Leben verlassen hat. Alle Menschen leben innerhalb riesiger Kuppeln, die sie vor der giftigen Außenwelt schützen. Um den Menschen trotzdem ein erfülltes Leben zu ermöglichen, verfügt jeder Mensch über ein SmartEye, welches das Reisen in virtuelle Welten ermöglicht. Doch als Aria erfährt, dass der Kontakt zur Biosphäre ihrer Mutter abgebrochen ist, ist ihr friedliches Leben vorbei. Plötzlich wird sie in die Außenwelt verbannt und muss um ihr Überleben kämpfen. Ätherstürme, wilde Tiere und Kannibalen verwüsten die Landstriche.

Nur mithilfe des Außenseiters Perry schafft sie es, die ersten Tage zu überleben. Perry, der seinen Stamm auf der Suche nach seinem kleinen Neffen verlassen hat, ist anfangs sehr genervt von dem hilflosen Mädchen, das ihn als Barbaren beschimpft. Sie weiß nichts über das echte Leben oder wie man sich selbst versorgt. Doch wie es ja meist so ist, schweißen Extremsituationen die Menschen zusammen und die anfängliche Abneigung der beiden füreinander wandelt sich.


Dabei hat sich die Autorin viel Zeit genommen für die Charakterentwicklung, weshalb es ganz natürlich erscheint, dass die beiden sich nach und nach näherkommen. Die Geschichte wird dabei abwechseln aus Perrys und Arias Sicht erzählt, wodurch man nicht nur einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt bekommt, sondern auch viel über die veränderte Welt erfährt, die sich sehr von der unseren unterscheidet. Neben der spannenden Geschichte hat es mir auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden angetan. Keine übereilte Entwicklung, kein Geschnulze oder viel Rumgeschmachte. Dafür aber große Gefühle. So sollte eine Beziehung in Jugendbüchern ablaufen :-)

Das Einzige, was mir ein wenig gefehlt hat, war ein Hauch Mysterium. Besonders bei Jugenddystopien wird am Ende meist eine riesige Verschwörung aufgedeckt; das war hier nicht so. An sich nicht störend, aber da hätte ich noch ein wenig mehr erwartet. Ich denke aber, dass sich das im zweiten Teil ändern und es noch spannender werden wird, denn auf Aria und Perry warten große Herausforderungen, die die junge Liebe bedrohen könnten. Der Auftakt ist Veronica Rossi jedenfalls sehr gut gelungen.
 

Gebannt - Unter fremdem Himmel - Veronica Rossi
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Oetinger (März 2012)
ISBN-10: 378914620X
Preis: 17,95 Euro

Willis Fazit:





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