05.08.2014


"The offers of friendship, the smiles, the nice words - all games. Deep down I always knew it, but part of me hoped for more. I allowed hope. Stupid Beth making another stupid mistake. Story of my life."

Baseballprofi Ryan wettet für sein Leben gern, weshalb er die neueste Herausforderung natürlich auch nicht ablehnen kann: Die Telefonnummer des mürrischen Skatergirls Beth besorgen, deren Verachtung Ryan schon von Weitem spüren kann. Doch was als harmlose Wette beginnt, soll bald ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen. Denn nachdem Beth zu ihrem Onkel ziehen muss, begegnet ihr der hohle Sportler Ryan in der Schule wieder - und ausgerechnet er entwickelt sich zu einem echten Freund. Allen Vorurteilen und Problemen zum Trotz, scheinen die beiden genau das zu sein, was der jeweils andere braucht. Aber kann das wirklich gutgehen? Vor allem bei den Geheimnissen, die beide hüten?



                                                            Meine Meinung                                                            

Es gibt ein paar Autoren, denen ich ohne zu zögern Vorschusslorbeeren gewähre. Zu ihnen gehört Katie McGarry, die mich bereits mit Pushing the Limits wirklich unheimlich begeistern konnte. Und auch mit dem Nachfolger Dare to you hat sie mich nicht enttäuscht, denn ihr ist wieder ein absolutes Glanzstück unter den Jugendbüchern gelungen, welches ich euch unbedingt ans Herz legen möchte. Ernste Themen, geniale Charaktere, herzergreifende Gefühle, ein starker Plot - dieses Buch hat einfach alles!

Seit Beth denken kann, kümmert sie sich um ihre Mutter. Würde sie das nicht, wäre sie wohl schon längst im Gefängnis gelandet. Doch als ihre Mutter diesmal in Schwierigkeiten gerät, sind ihr die Hände gebunden und ihr Onkel stellt sie vor die Wahl: entweder Beth zieht zu ihm, weg vom schlechten Einfluss der Mutter, oder ihre Mutter wandert ins Gefängnis. Entwurzelt und von ihren Freunden getrennt, begegnet ihr ausgerechnet Ryan Stone wieder, das wandelnde Sportler-Klischee: gutaussehend, charmant, beliebt und erfolgreich. All das, was Beth verabscheut. Und trotzdem lässt er ihr Herz unfreiwillig höher schlagen. Dabei ist Beth doch eigentlich nur Gegenstand einer Wette...

Was dank der Wette vielleicht wie ein typisches amerikanisches Teeniedrama klingt, ist so viel mehr, als man auf den ersten Blick denken mag! Das liegt vor allem an den authentischen Charakteren und ihren Schicksalen. Baseballspieler Ryan ist ein absolutes Goldkind, sehr ehrgeizig und erfolgsverwöhnt. Und wenn es nach seinem Vater geht, steht ihm jetzt schon eine glänzende Karriere als Profispieler bevor. Dass Ryan aber auch noch andere Interessen hat, davon will er nichts hören.
Beth, die wir bereits als Noahs Freundin aus Pushing the Limits kennenlernen konnten, hat im Gegensatz zu Ryan ein wirklich hartes Leben. Ihr Vater ist abgehauen, als Beth noch klein war, ihre Mutter ist Alkoholikerin und lebt mit einem üblen Schläger zusammen, der sich auch an Beth vergreift. Aber trotz allem liebt Beth ihre Mutter und hat das dringende Bedürfnis, sich um sie zu kümmern. Wie selbstschädigend ihr Verhalten ist, erkennt sie lange Zeit nicht. Erst als sie bei ihrem Onkel landet, der als berühmter Baseballspieler die schäbige Wohnwagensiedlung weit hinter sich gelassen hat, erkennt sie langsam, wie schlimm es wirklich um ihre Mutter steht...

Zwischen Ryan und Beth entwickelt sich im Laufe der Zeit zuerst eine zögerliche Freundschaft, und schließlich mehr. Viel unterschiedlicher könnten zwei Charaktere eigentlich gar nicht sein, aber Katie McGarry zeigt glaubhaft, wie sie langsam zusammenfinden. Die Liebesgeschichte zwischen Beth und Ryan ist sehr dramatisch und gefühlvoll. Das Großartige an dem Buch ist: die Liebesgeschichte, so mitreißend und toll sie auch ist, ist nicht alles, woraus das Buch besteht. Katie McGarrys Charaktere müssen ganz schön was durchmachen im Leben, und trotzdem kommt die Romantik nicht zu kurz.

Was mir so unheimlich an ihren Büchern gefällt ist die Ehrlichkeit mit der die Themen behandelt werden. Bei McGarrys Geschichten weiß ich ganz genau, dass es am Schluss vielleicht nicht gerade ein Happy End gibt, bei dem alle total glücklich sind, dafür aber ein absolut ehrliches und realistisches Ende. Gerade deshalb finde ich ihre Jugendbücher wirklich hervorragend, denn sie spiegeln die Realität wider, und kein unrealistisches, beschöntes Zerrbild. Ihre Geschichten sind auch mal unbequem, brutal und verletzen - machen aber genau so auch glücklich. Und deshalb, liebe Jugendbuchfans: Mit diesem Buch könnt ihr wirklich nichts falsch machen. Greift zu!

Dare to you - Katie McGarry
Gebundene Ausgabe: 468 Seiten
Verlag: Harlequin Sales Corp (28. Mai 2013)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0373210639

Wertung: 5 / 5 Punkte

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Kommentare:

  1. Das hört sich ja echt toll an .... denkt man gar nicht wenn man den Klappentext leist
    LG Anna ♥

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    1. Hi AnnA, ja, der Klappentext klingt so typisch klischeehaft, aber dank dem ersten Buch der Autorin wusste ich ja, dass mich wohl eine richtig gute Story erwarten wird. Und ich wurde nicht enttäuscht :-)

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  2. Das Cover sieht ja nach Young-Adult aus, so wie es momentan wie Sand am Meer ist. Deine so positive Rezi macht mich aber ziemlich neugierig. Ansonsten weiß man bei dem Wust an Büchern überhaupt nicht mehr, was noch gut ist und was einfach nur mit dem Strom schwimmt.

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    1. Huhu, ich finde wirklich, dass sich die Bücher von Katie McGarry positiv von der Menge abheben. :-)

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  3. Hey du =)
    Als ich bin gerade total angesteckt von deiner Begeisterung von der Autorin. Die scheint dich ja wirklich voll überzeugt zu haben. Die Ideen für ihre Bücher klingen toll. Also ich muss doch gleich mal losziehen und mir die Autorin näher anschauen! =)

    LG
    Anja

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    1. Hi Anja, hehe, schön wenn ich dich anstecken konnte :-) Guck ruhig mal, ob dich die Bücher ansprechen, es lohnt sich.

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  4. Und bist du zufrieden mit dem Ausgang der ganzen Dreickesgeschichte bei Shatter me? xD Ich lieb das total, bin voll happy deswegen und liebe das Buch jetzt schon ^-^
    Aber das englische Cover von Pushing the Limits finde ich jetzt auch nicht sonderlich toll, es ist aber ansprechlicher als das deutsche. Beth finde ich ja sowieso total interessant, weil sie wie dieses taffe Mädchen scheint, obwohl sie manchmal ja eine Bitch war :D

    Liebe Grüße,
    May

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    1. Hi May, ja bin ich. Auch wenn ich die Entwicklung des einen erst etwas schockierend fand, aber irgendwie muss man so ein Liebesdreieck ja lösen.
      Ja, man merkt auch in diesem Buch, dass Beth Echo nicht sonderlich leiden kann. Aber sie wird einem hier wirklich sehr sympathisch.

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