The other side of the sky - Faszinierender Fantasy-Auftakt, der jedoch etwas braucht um Fahrt aufzunehmen

Heute möchte ich euch mein erstes gelesenes Buch in 2023 vorstellen: The other side of the sky - Die Göttin und der Prinz von Amie Kaufman und Meagan Spooner. Wie mir der Dilogieauftakt gefallen hat, erfahrt ihr hier:

Gebundene Ausgabe | 480 Seiten | dtv Verlag | Übersetzung: Katja Hald

In einer Welt, die von gefährlichen Nebelstürmen und Hungersnöten geplagt ist, setzen alle ihre Hoffnungen in die junge Nimhara, die Göttin ihres Volkes. Doch Nimhs göttliche Kräfte wollen sich einfach nicht manifestieren. So folgt sie den mysteriösen Zeilen einer Prophezeiung, in der Hoffnung, den Lichtbringer zu finden und so ihr Schicksal zu erfüllen. Als plötzlich ein glühender Stern vom Himmel stürzt, glaubt sie, den Lichtbringer gefunden zu haben. Was sie nicht ahnt: es handelt sich um den Fluggleiter von Prinz North, der in der Erdwelt nach einer Lösung für das langsame Sterben seiner Himmelswelt sucht...

Meagan Spooner und Amie Kaufman konnten mich vor Jahren bereits mit ihrer "These broken Stars" Trilogie begeistern. Klar dass ich da auch auf ihre neueste Buchreihe unheimlich gespannt war. Hier trifft die junge Göttin einer sterbenden Welt auf einen Himmelsprinzen und gemeinsam müssen sie sich gegen eine falsche Gottheit zur Wehr setzen, die droht, ihre beiden Welten zu zerstören. Klingt gut, oder? Letztlich hat die Geschichte zwar etwas gebraucht, um Fahrt aufzunehmen, aber besonders zum Ende hin hat sie mich total fesseln können.

Das Autorinnenduo liefert uns hier altbewährte Zutaten: Junge und Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen zusammenarbeiten, um ihre Welt zu retten. Dabei treffen hier Tradition und Moderne, Magie und Technologie aufeinander. Nimh ist die Göttin ihres Volkes, die schon im Kindesalter zur Göttin berufen wurde. Zwar ist sie durchaus magisch begabt, doch ihr einzigartiges göttliches Talent hat sich auch nach über 10 Jahren noch nicht offenbart. Und so mehren sich revolutionäre Stimmen im Land, die Nimh entmachten wollen. North dagegen lebt in einer sehr modernen, von Technologie geprägten Himmelswelt und glaubt nicht an Magie oder Vorhersehungen - für all das gibt es sicherlich eine wissenschaftliche Erklärung. Als die Motoren, die die Himmelswelt am Himmel halten, immer öfter Aussetzer haben, sucht North nach einer Lösung in der Vergangenheit seines Volkes - auf der Erdwelt, wo niemand mehr lebt... Na wenn er da keine Überraschung erleben dürfte :-D

Der Weltenentwurf hat mich richtig faszinieren können, auch wenn wir über die Himmelswelt noch gar nicht so viel erfahren, weil zumindest Teil 1 hauptsächlich auf der Erdwelt spielt. Die Welt hier wird von Überschwemmungen und magischem Nebel geplagt; gerade der Nebel ist hochgefährlich, denn er verwirrt den Verstand bis hin zum Wahnsinn. Doch das Volk hat mit ihrer Göttin einen Hoffnungsschimmer an seiner Seite, der ein besseres Leben verspricht.

Die Last dieser Hoffnung ist es, die Nimh zu so einem faszinierenden Charakter macht. Eigentlich wünscht sie sich nichts sehnlicher, als eine normale junge Frau zu sein, doch durch ihren Status als Göttin darf sie von niemandem berührt werden und lebt ein recht einsames Leben. Mit ihr habe ich sehr mitgefühlt. Aber auch Prinz North fand ich spannend, da er Nimhs Welt zu Beginn sehr ablehnend gegenübersteht, aber eine echte Wandlung durchmacht. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte, aber auch verbotene Liebesgeschichte, die der Geschichte noch einen zusätzlichen Reiz verliehen hat.

Kleiner Wermutstropfen: Für mich hat The other side of the sky etwas gebraucht, um Fahrt aufzunehmen. Erst am Ende, als immer mehr Geheimnisse offenbart wurden, hat die Geschichte mich überzeugen können, dann aber tatsächlich so sehr, dass ich nun sehnsüchtig auf Teil 2 warte, denn das Buch endet mit einem echt fiesen Cliffhanger. Ich werde mir die Fortsetzung also auf jeden Fall wieder gönnen :-)

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