Tell me no Lies - Fesselnder Pageturner über die Schattenseiten eines Lebens im Rampenlicht

In meiner heutigen Rezension möchte ich euch "Tell me no Lies" von A.V. Geiger vorstellen, die Fortsetzung von "Follow me back". Ob der zweite Teil mich genauso flashen konnte wie der Vorgänger, erfahrt ihr hier:

Broschierte Ausgabe | 336 Seiten | LYX Verlag | Übersetzung: Katrin Reichardt | Hier kaufen


Achtung, enthält Spoiler für Band 1 - Follow me back!


Eric Thorn ist verschwunden, scheinbar ermordet von einem fanatischen Fan! So schallt es durch die Nachrichtenwelt. Nur Tessa und Eric wissen, dass es eine Lüge ist, die beide gezielt gestreut haben, um Eric von seinem verhassten Leben im Rampenlicht zu erlösen. Doch natürlich geht das nicht lange gut und schneller als beiden lieb ist wird Eric entdeckt und Tessa muss sich überlegen, ob sie, die so unter sozialen Ängsten leidet, einem Leben an der Seite eines Popstars wirklich gewachsen ist...


Was konnte mich Follow me back flashen! Ich hatte ehrlich gesagt mit einer recht vorhersehbaren New Adult-Geschichte gerechnet und wurde total überrascht von den sozialkritischen Aspekten und der unvorhersehbaren Handlung. Natürlich musste ich mich da auch gleich auf die Fortsetzung stürzen und wurde erneut nicht enttäuscht.

Teil 1 endete mit einem üblen Cliffhanger: Eric Thorn ist verschwunden, die Polizei konnte nur Anzeichen eines Kampfes und Blutspuren finden. Wurde er von seinem Fan Tessa Hart ermordet? Natürlich nicht, wie wir hier schnell erfahren. Stattdessen haben sich beide in Mexiko versteckt, da Eric sein Popstar-Leben nicht mehr ertragen kann. Doch als plötzlich der für tot erklärte Star Dorian Cromwell wieder auftaucht, wittert die Presse auch bei Eric schnell Lunte und schon bald ist er wieder gezwungen, ins Rampenlicht zurückzukehren. Als kurz darauf Eric als auch Tessa zum Polizeiverhör gebeten werden, wird klar, dass ihre Handlungen größere Konsequenzen hatten, als sie geahnt haben...

Nachdem sich beide am Ende des ersten Buches in der Realität getroffen und einander ihre Liebe gestanden haben, müssen sich Tessa und Eric nun mit den ganz realen Konsequenzen ihrer Beziehung auseinandersetzen. Denn Tessa will aufgrund ihrer starken Ängste unbedingt verhindern, dass sie in der Öffentlichkeit als Erics Freundin bekannt wird, immerhin treibt sich Blair, der sie entführt und betäubt hat, immer noch da draußen rum. So wird Tessa als Erics Social Media-Beauftragte ausgegeben, damit sie trotzdem weiterhin in seiner Nähe sein kann. Doch Erics irrer Zeitplan erlaubt ihnen kaum Zeit allein. Und so wird die junge Liebe auf eine schwere Probe gestellt.

Ich fand die Entwicklungen zwischen den beiden sehr realistisch und nachvollziehbar. Tessa zweifelt zeitweise an Erics Gefühlen, ist er als gefeierter Star doch ständig von hübschen, ihn anhimmelnden Fans umgeben. Dazu kommt natürlich noch, dass Tessa aufgrund ihrer Angststörung eben unter irrationalen Ängsten leidet, die ihre Zweifel nur noch mehr befeuern und ihre Wahrnehmung beeinflussen. Für Eric dagegen ist Tessa der einzige Mensch, dem er wirklich vertraut, während sein Misstrauen gegen seine Plattenfirma als auch die fanatischen Fans immer mehr wächst. Die Schattenseiten eines Lebens im Rampenlicht werden in der Fortsetzung mehr als deutlich und so fand ich auch Erics Perspektive sehr nahbar.

Was mir neben der spannenden Handlung und der süßen Liebesgeschichte bei dieser Dilogie so gut gefällt, ist dass die Autorin Tessas psychische Krankheit nicht verharmlost oder beschönigt. Stattdessen werden ihre Symptome und die oftmals ungläubigen Reaktionen des Umfelds realistisch geschildert.  

Wie schon im ersten Band ist auch hier wieder ein Geheimnis zu lösen und wir erleben, wie Tessa und Eric abwechselnd von der Polizei verhört werden. Auch hier hat die Autorin es wieder geschafft, mich an die Seiten zu fesseln und mitspekulieren zu lassen, was wohl geschehen ist. Mit der Auflösung und damit auch dem Abschluss der Dilogie bin ich wirklich zufrieden und kann die Bücher somit zufrieden zurück ins Regal stellen und euch auf jeden Fall eine Leseempfehlung aussprechen :-)


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