Humboldt und Beaufort - Zwei ungewöhnliche Freunde auf der Reise ins Ungewisse

Heute habe ich wieder eine Bilderbuch-Empfehlung für euch: Humboldt und Beaufort von Michael Engler, illustriert von Susan Batori. Ob sich die Geschichte lohnt, erfahrt ihr hier:

Hardcover | 32 Seiten | Boje Verlag | Altersempfehlung: ab 2 Jahren

Humboldt liebt Steine! Große, kleine, glatte, bunte - er sammelt sie alle. Eines Tages träumt Humboldt von einem Stein, der ganz eckig ist. 'So etwas gibt es gar nicht', behaupten die anderen Pinguine und machen sich über ihn lustig. Doch Humboldt ist überzeugt, dass es so einen Stein doch gibt. Und so begibt er sich gemeinsam mit Blauwal Beaufort auf eine Reise ins Unbekannte...

Hattet ihr schon einmal eine Idee oder einen Traum, den alle für unrealistisch hielten? Dann dranzubleiben und sich von den demotivierenden Stimmen nicht unterkriegen zu lassen, ist gar nicht so einfach. Diese Erfahrung macht auch Pinguin Humboldt, der eines Nachts von einem Stein träumt, den noch nie ein Pinguin gesehen hat. Nur der Blauwal Beaufort weiß, dass es nichts auf der Welt gibt, was es nicht gibt.

Michael Englers wunderbar unterhaltsames Bilderbuch erzählt eine tolle, kurzweilige Geschichte über Zuversicht und den Glauben an die eigene Idee, aber auch darüber, wie viel Wert Freunde haben, die einen unterstützen. Denn als Humboldt den anderen Pinguinen von seinem Traum erzählt, steht er ganz schnell alleine da und wird von den anderen ausgeschlossen. Als da ausgerechnet ein Blauwal seine Hilfe anbietet sind alle ganz schockiert. Schließlich ist ein Blauwal doch ein Tier, vor dem alle Pinguine Angst haben! Aber obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, entwickelt sich zwischen Humboldt und Beaufort schnell eine wunderbare Freundschaft. 

© Michael Engler / Susan Batori

Ihre Emotionen - egal ob Freude, Trauer oder Überraschung - sieht man den Tieren deutlich an, denn Susan Batori hat ihnen herrlich komödiantische Gesichtsausdrücke verliehen. Ihre humorvollen Illustrationen verleihen der Geschichte, die ja anfangs durchaus eher traurig daherkommt, großen Unterhaltungswert und haben mich direkt zum Fan gemacht.

Humboldt und Beaufort erzählt aber auch eine Geschichte über Abenteuerlust, denn den gesuchten Stein vermutet Beaufort weit weit weg, und ob sie am Ende wirklich fündig werden, wissen sie nicht genau. Aber gerade das Ungewisse macht doch den Reiz eines Abenteuers aus, findet ihr nicht? Und so lasse ich hier natürlich offen, ob es Humboldt und Beaufort gelingt, einen ganz eckigen Stein zu finden und empfehle euch, einfach selbst auf die Abenteuerreise zu gehen. Von meinen Kindern und mir gibt es eine Leseempfehlung :-)


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