Mein buchiger Jahresrückblick 2021 - Teil 1

Und täglich grüßt das Murmeltier - so war zumindest mein Eindruck von 2021, als wäre dieses Jahr nur ein erneuter müder Aufguss von 2020 gewesen. Dank der ständigen Corona-Einschränkungen war das Jahr erneut absolut unspektakulär, abgesehen von einem ganz wunderbaren Urlaub in Italien ist nichts passiert, was mir besonders positiv im Gedächtnis geblieben wäre. Wie gut, dass es Bücher gibt, denn so konnte ich der Monotonie wenigstens in Gedanken entfliehen.

Wie genau meine Lesestatistik dieses Jahr ausfällt weiß ich nicht, zwischendurch ist mir mein Smartphone kaputt gegangen, und das Programm, welches ich zum Tracken von Gelesenem und Neuzugängen nutze, hat den aktuellen Stand nicht jeden Tag gespeichert. 43 gelesene Bücher sind es wohl, und damit genau so viele wie in den letzten beiden Jahren :-)

Hier nun also Teil Eins meines buchigen Jahresrückblicks, mit Tops und Flops:

 

Welches ist das beste Buch, das ich 2021 gelesen habe?

Wie immer ist es mir unmöglich, hier nur ein Buch zu nennen. Es gab natürlich mehrere, die Anspruch auf mein Jahreshighlight erhoben haben. Unbedingt nennen muss ich hier ein Buch, welches mich bereits gleich Anfang des Jahres begeistern konnte: "Aurora Erwacht" von Amie Kaufman und Jay Kristoff. Die SciFi Space Opera war enorm witzig und irre spannend und ich musste mir Teil 2 direkt auf Englisch besorgen, weil der Cliffhanger absolut mörderisch war. Genauso begeistern konnte mich "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue", eine Fantasygeschichte von Victoria Schwab. Es geht um die unsterbliche Addie, die ein Leben in Einsamkeit führt, da sich niemand an sie erinnern kann. Eine Geschichte über die Liebe, das Bedürfnis, eine Spur auf der Welt zu hinterlassen und die Leidenschaft für Kunst. Platz 3 belegt "Die Leuchtturmwärter" von Emma Stonex. Die Geschichte über das Verschwinden dreier Leuchtturmwärter auf hoher See basiert auf realen Ereignissen und die Mischung aus Krimi und Familiendrama war unglaublich atmosphärisch.

Bild meiner Lieblingsbücher 2021 - Aurora Erwacht, Das unsichtbare Leben der Addie LaRue und Die Leuchtturmwärter

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

Ein Vampir-Jugendbuch? Ist sowas 2021 noch angesagt? Das waren die Fragen, die mir beim Erscheinen von "Crave" von Tracy Wolff durch den Kopf gingen. Aber siehe da, die Geschichte eines Mädchens, das auf ein Internat kommt und dort feststellen muss, dass ihre Mitschüler:innen alle übernatürliche Fähigkeiten haben, hat mir überraschenderweise richtig gut gefallen und ich freue mich auf Teil 2.
 
Sehr spontan habe ich im Urlaub zum englischen Buch "A Touch of Darkness" von Scarlett St. Clair gegriffen, eine Neuerzählung der Sage von Hades und Persephone. Hier leben die Götter als Celebrities unter den Menschen, betreiben Clubs oder vertreiben ihre eigenen Beauty-Marken. Persephone ist eine machtlose junge Göttin, die ihr menschliches Leben genießt - bis sie einen verhängnisvollen Deal mit Hades macht... Ja okay, enorm viel Tiefgang hab ich hier nicht erwartet und den gibt es auch nicht, zumindest Teil 1 ist noch recht oberflächlich, was das Worldbuilding betrifft. Im Fokus steht die (verdammt heiße) Beziehung zwischen Hades und Persephone, aber auch Persephones Suche nach ihrem Platz in der Welt. Und das hat mich überraschenderweise richtig gefangen genommen. 
 
Die Geschichte erscheint im Mai 2022 auch auf Deutsch beim LYX Verlag.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

Naja, negativ überrascht ist natürlich übertrieben, wenn es um Neal Shusterman geht. Aber meine Erwartungen an diesen Autor sind scheinbar mittlerweile durch seine vergangenen Bücher so gestiegen, dass ich diesmal bei "Game Changer" doch nicht so zufrieden war wie sonst. Hauptprotagonist Ash erlebt hier unterschiedlichste Welten, die sich in kleinen oder großen Aspekten voneinander unterscheiden. Leider wurde auf diese Aspekte in meinen Augen immer nur zu kurz eingegangen. Und auch "Fürimmerhaus" von Kai Meyer blieb etwas hinter meinen Erwartungen zurück, aus demselben Grund: es mangelte mir an Tiefgang, ich hätte gern noch viel mehr erfahren.

Bild der Bücher, die mich 2021 eher enttäuscht haben: Game Changer und Fürimmerhaus

 Welches Buch will ich unbedingt in 2022 lesen und warum?


Das sind überraschenderweise gar nicht so viele, wie ich nach dem Sichten der Programmvorschauen der diversen Verlage feststellen musste. Nennen muss ich hier aber natürlich Kyra Groh. Sie hat ihre erste New Adult-Reihe geschrieben und als großer Fan der Autorin MUSS ich "Alles, was ich in dir sehe" selbstverständlich lesen. Und auch von Victoria Schwab gibt es was neues, nämlich "Gallant" (erstmal nur auf Englisch). Diese Autorin gehört zu denen, von denen ich quasi ungesehen einfach alles kaufe, weil sie mich bisher noch nie enttäuscht hat. 


Das war Teil 1 meines Rückblicks. Morgen geht es weiter mit meinen Top Book Boyfriends, dem schönsten Cover oder den Büchern, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätten.

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